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Wiederaufnahme He for She

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Theater im Bahnhof

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He for She

von Nadja Brachvogel


Wiederaufnahme Termine: 29. + 30. Juni, 02., 03., 04. Juli 2021, jeweils 20 Uhr

Ort: Theater im Bahnhof

www.followtherabbit.info


Was passiert, wenn eine Frau feministische Themen durch ihren Mann verhandelt? Wenn jedes seiner Worte ihre Worte sind, jede seiner Handlungen ihren Anweisungen entspricht? Kann ein Mann eine Frau repräsentieren? Oder tut er das vielleicht sogar besser als sie selbst? In dieser Performance ist das Medium das Gegenteil der Message. Aber heißt es nicht, das Medium sei die Message? Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Oder hat da unser Verstand doch noch ein Wörtchen mitzureden? Was passiert, wenn Pode und Antipode miteinander verschmolzen werden? Fliegt alles in die Luft? Lassen sich Mann und Frau überhaupt unabhängig voneinander betrachten? „He for She“ ist ein Gender-Experiment, eine Provokation für Männer wie für Frauen, eine psychosoziale Störaktion, die in unseren Erwartungshaltungen wühlt.

Nadja Brachvogel über ihre Arbeit an „He for She“

»Manchmal erschien es mir schon wie ein Running Gag: unser ominöses Projekt, an dem wir lange Zeit zunächst heimlich gearbeitet hatten und das wir mit diebischer Freude „Geheimprojekt Delta“ nannten. Es ging zunächst nur darum, einer verrückten Idee nachzuspüren: Was würde passieren, wenn Martin mich spielen würde? Aber ohne sich zu verstellen. Wenn er sich zu meinem Medium, zu meinem Sprachrohr machen würde? Wenn ich durch ihn über ihn sprechen würde? Über unser Verhältnis? Über mich und meine Lebenswelt als Frau, die eine andere ist als die seine?

An meiner Frauenwelt kann er niemals teilhaben, denn er steckt nun mal in seinem Martin-Brachvogel-Männer-Körper. Er hat mir seinen Körper, seine Stimme, seinen Habitus geborgt. Aber vor allem habe ich mir die Art, wie er wahrgenommen wird, geborgt: Attraktivität, Kompetenz, Status, alles. Ich wollte dem Frauenkörper für eine Weile entfliehen. Denn was erwartet man schon von einem Frauenkörper? Dass er „Frauendinge“ sagt, Dinge wie Gleichberechtigung, Frauenarzt und Slipeinlage. Ich wollte schauen, was mit diesen Inhalten passiert, wenn man sie in einen Männerkörper packt.


Jetzt kommt es mir fast vor, als könnte er mich viel besser repräsentieren als ich mich selbst... Aber das liegt vielleicht daran, dass ich eine Frau bin? Wie auch immer. Wir haben uns entschlossen, dieses seltsame Experiment zu veröffentlichen. Diese Gender-Verwirrung. Diesen maskulinen Ausdruck von Weiblichkeit. Dieses sehr persönliche feministische Manifest. Diese Liebeserklärung.«


Pressekritiken:

„...Es ist die erste Regiearbeit einer der herausragenden Figuren der freien Szene in Graz – und Brachvogel entwickelt ihre eigene Stimme als Künstlerin, indem sie die Stimmbänder ihres Mannes nutzt. Martin Brachvogels uneitle Performance runden einen Theaterabend ab, der Herz und Hirn mit Humor vereint. Unbedingt anschauen..“

Kronenzeitung 17. Februar 2020

„..exzellent gemacht und emanzipatorisch mutig ist Nadja Brachvogels Selbst-Inszenierung im Theater im Bahnhof...Eine sprühend unterhaltsame Hochglanz-Produktion.“

Kleine Zeitung 17. Februar 2020



Beteiligte:

Repräsentant von Nadja Brachvogel: Martin Brachvogel

Regie und Text: Nadja Brachvogel

Kostüm: Ralph Heigl

Video: Andrea Schabernack

Technische Einrichtung: Moke Rudolf-Klengel

Outside Eyes: Victoria Fux, Monika Klengel, Verena Kiegerl, Christina Lederhaas, Dominik Müller, Sylvia Münzer


Eine Produktion von Follow the Rabbit in Zusammenarbeit mit dem Theater im Bahnhof


Wiederaufnahme Termine: 29. + 30. Juni, 02., 03., 04. Juli 2021, jeweils 20 Uhr


Ort:

Theater im Bahnhof

Elisabethinergasse 27A

8020 Graz



Homepages:

www.followtherabbit.info

www.theater-im-bahnhof.com

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Theater im Bahnhof